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Dienstag, 15.10.2019
  Stuttgart
„Stadtteilmanagement innerhalb der Landeshauptstadt“

Anerkennungspreis in der Kategorie: Städte über 50.000 Einwohner

Stuttgart: Anerkennungsurkunde Stadtmarketingpreis Baden-Württemberg 2009 in der Kategorie Städte mit über 50 Tausend Einwohnern
Zunehmende Veränderung der Nebenzentren und Stadtteile Stuttgarts veranlasste die Wirtschaftsförderung der Stadt im Jahre 2007 eine Diplomarbeit zu vergeben, mit dem Ziel, ein Stadtteilmarketingkonzept zu erarbeiten. Damit sollte den trading down Effekten der Stadtteile entgegengewirkt werden.
Im November 2007 wurde die Stelle eines Stadtteilmanagers geschaffen. Dies war zu diesem Zeitpunkt einmalig in einer deutschen Großstadt.

In den kommenden Jahren soll der Stadtteilmanager gemeinsam mit den Akteuren vor Ort (Bezirksvorsteher, HGV, BDS etc.) Marketingkonzepte zur Aufwertung der Stadtteile entwickeln und umsetzen. Wichtige Ziele sind hierbei die Stärkung der Wirtschaftsstruktur und die Steigerung der Attraktivität und somit der Aufenthaltsqualität der Stadtteilzentren. Außerdem soll der Stadtteilmanager die Kommunikation zwischen Akteuren in den Stadtteilen und der Stadtverwaltung unterstützen.
Aufgrund noch fehlender Erfahrungen bezüglich eines Stadtteilmanagements werden zunächst pilothaft einzelne Stadtteile betreut.

c) Aktueller Projektstand:

Stammheim
- Gründung einer neuen Interessensgemeinschaft „Stammheim aktiv“
- Durchführung verkaufsoffener Sonntag
- Umbenennung einer Straße / Wolle Kriwanek

Zuffenhausen
- Baustellenmanagement mit Maskottchen Bodo Buddel
- Bauarbeiter werden mit Essen und Getränken versorgt

Weilimdorf
- Mitarbeiter aus Industriegebiet werden mit gezielten Werbemaßnahmen angesprochen
- Pausenbus zwischen Industriegebiet und Stadtteilzentrum
- Neues Weilimdorfer Logo

Plieningen / Birkach

- Verkaufsoffener Sonntag
- Präsentation lokaler Händler auf Flughafeneinzelhandelsfläche (Leerstand)

Internetplattform zur Erfassung von Einzelhandelsleerflächen in den Stadtbezirken sowie ansprechende Beklebungskonzepte leerer Flächen.

EU Projekt MANDIE

d) Kosten, Finanzierung:

Die Einnahmen und Mitgliedsbeiträge der HGV´s und Interessenvereinigungen werden für konkrete Maßnahmen eingesetzt. Zusätzlich unterstützt die Wirtschaftsförderung mit Zuschüssen die Umsetzung der Maßnahmen (30.000.- Euro in 2008). Mit Hilfe eines EU Projekts fließen in den nächsten drei Jahren 150.000 Euro in konkrete Maßnahmen.
Außerdem unterstützt das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung das EU-Projekt mit zusätzlichen 75.000.- Euro.

e) Was ist neuartig:

Das Thema Stadtteilmanagement ist völlig neu! Bisher wird nur die Innenstadt professionell betreut.

Auch die Einbindung vom HGV´s und BDS aus den Stadtbezirken ist neu.
Neuartig ist ebenso die zentrale Erfassung von Leerflächen und die Kontaktaufnahme durch den Stadtteilmanager.

Das EU Projekt MANDIE ist das erste Europaprojekt für die Wirtschaftsförderung

f) Langfristige Wirkung des Projekts:

Ausdehnung und Erweiterung auf alle Stadtbezirke. Gemeinsamer Marketingplan für alle 23 Bezirke.
Das Europaprojekt bezuschusst die einzelnen Projekte, finanziert sie aber nicht vollständig, damit ist das Interesse der örtlichen Vereine größer.

Aufgrund der Ausrichtung des Modells auf wirtschaftliche Aspekte interessieren sich zunehmend andere Städte für das neue Modell.

g) Wie funktioniert die Zusammenarbeit bzw. die Kooperation mit unterschiedlichen Partnern des Projekts:

Monatliche Treffen mit allen Beteiligten zum Informationsaustausch. Protokolle helfen, dass Maßnahmen besser umgesetzt werden.

Weiterhin finden alle zwei Monate Austauschgespräche mit der Stadtplanung und Stadtentwicklung statt.

Durch den Stadtteilmanager funktioniert die Kommunikation zwischen Akteuren und städtischen Einrichtungen reibungsloser.

i) Wie können andere Städte vom Projekt profitieren:

Mit umliegenden Städten wurde bereits Kontakt aufgenommen, um das Konzept weiterzugeben. Frankfurt, Hagen und München haben ebenso Interesse. Nach dem EU Projekt werden alle Ergebnisse und Erkenntnisse schriftlich fixiert und öffentlich zur Verfügung gestellt.

Link

www.stuttgart.de


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